### aktuell und vorübergehend ###
Neue Ansichtskarten, die noch thematisch zuzuordnen und genauer zu beschreiben sind
Backsteinsichtig alles - Schule, Gaststätte, Wohnhäuser, und selbst die Kirche war unverputzt. Für einige Jahrzehnte prägten die Steinfassaden offensichtlich das Lövenicher Ortsbild als Übergang von Fachwerk- zu Putzansichten. Und die Schule auf dem Platz vor der Kirche was das höchste Gebäude im Dorf... heute kaum vorstellbar.
Postkarte um 1902, gelaufen am 08.09.1902
Im Jahr 1926 errichtete die Pfarrgemeinde Lövenich ein neues Jugendheim an der Brauweilerstraße. Dazu schenkten die Erben Pauli der Pfarrgemeinde ein Grundstück an der südlichen Straßenseite neben dem Bahndamm. Das Jugendheim wurde im II. Weltkrieg zerstört und trotz einer genehmigten Planung vermutlich nicht wieder aufgebaut.
Postkarte um 1926. Verlag M. Flügge, Weiden
Der Kölner Architekt Peter Willems errichtete 1921 einen hölzernen Verkaufspavillon für die Fahrgäste der Straßenbahn auf dem familieneigenen Grundstück vor der Straßenbahnhaltestelle an der Goethestraße, dort wo sich heute noch eine Bushaltestelle befindet (heute Nr. 58).
Die Goethestraße war hier noch völlig unbebaut, im Hintergrund die sehr schmale Severinusstraße (heute Selma-Lagerlöf-Straße).
Postkarte um 1921. Verlag Johann Joisten, Weiden bei Köln
Das Backsteinhaus von Willi Köhler war 1934 der erste Neubau an der östlichen Junkersdorfer Straßenseite der neuen Körnerstraße (Nr.2).
Die Kirschbäume auf dem Nachbargrundstück (heute Mörikestraße) neben dem Wasserwerk erinnern noch an die frühere Kirschplantage, die bis an die Hölderlinstraße reichte.
Das Haus wurde, weitgehend original erhalten und mit ursprünglichem Baumbestand im Garten, vor einem Jahr niedergelgt. Hier entsteht gerade ein zeittypischer flächenausnutzender Neubau.
Willi Köhler (seine eigene Schreibweise) selbst nutzte hier ein Foto als Postkarte.
Postkarte Originalfoto um 1935, gelaufen am 24.12.1939
Eine besondere Rarität ist diese colorierte Ansicht der Eichendorffstraße aus dem Jahr ihrer Fertigstellung 1907. Auch der kleine Park war gerade angelegt und bepflanzt worden. Diese zeitgenössische Darstellung dürfte durchaus die ursprünglich gewählte Farbigkeit der Häuser zeigen, ebenso die der Häuser in der Bahnstraße im Hintergrund!
Postkarte coloriert, Reinicke & Rubin, Magdeburg 1907. Gelaufen am 17.07.1909
Nur wenige Jahre später war der Neubaucharakter der Eichendorffstraße dem einer gepflegten Wohnstraße mit kräftig bewachsenen Vorgärten gewichen. Hoch
bewachsen war auch das Eckgrundstück zur Goethestraße. Und die ersten Straßenschilder waren angebracht, vermutlich in blau mit weißer Schrift.
Postkarte um 1910, nicht gelaufen. Verlag G. Vater, Weiden bei Köln, Bahnstraße
Jahrhundertelang, vielleicht auch länger, nutzten die wenigen Dorfbewohner Uesdorfs den unbefestigten und unbebauten Feldweg, um zur Kirche nach Lövenich oder zu ihren Feldern entlang der Aachener Straße zu gelangen. Erst zwei Jahrzehnte vor dieser Aufnahme entdeckte der Bauunternehmer August Jäger die vorzügliche Lage des später Schulstraße genannten Weges für ein vorstädtisch geprägtes Wohngebiet. Die mit reicher Formenvielfalt sehr dekorativ gestalteten Häuser Nr. 42-38, hier wunderbar im Originalzustand zu sehen, waren seinerzeit die letzten vollendeten Bauten an der Straße. Alle Neubauten hatten mit Eisenzäunen eingefriedete Vorgärten. Statt für ein Nachbarhaus wurde das Grundstück neben Nr. 42 später für den Weg Am Kliepesch genutzt.
Die Lindenbäume an beiden Straßenseiten wurden erst seit den 1980er Jahren gefällt.
Postkarte Originalfoto 1920er Jahre, nicht gelaufen. M. Flügge, Schreibwaren, Weiden bei Köln
"Hotel Germania"
Fa. A. M. Ottersbach K. G., Weiden bei Köln
Gesellschaftsräume bis 300 Pers., Wein- und
Bierrestaurants. Alle Zimmer mit fl. Wasser
und Telefon, Bundeskegelbahn, Boxen, Garagen
Ruf 2916 Amt Frechen
Postkarte um 1954, nicht gelaufen. Ansichtskartenverlag Alfons Rüggeberg, Köln, Dasselstraße 8
Viele Eigentümer hatte das einstige Haus Weiden-Eck im Winkel von Aachener Straße und Bahnstraße (rechts), viele Namen das Restaurant. Schon 1932 hatte Wilhelm Bloch, er nannte es Restaurant im Fuchsbau, den 1905 angebauten Tanzsaal (links, backsteinsichtig) zu einem Kinosaal umgebaut. Es gab Coellen Pils, eine der ältesten Tankstellen in Weiden (die dunkle Zapfsäule vorne) und die Straßenbahnhaltestelle mit Wartehäuschen. Im schmalen Innenraum war die Gaststätte mit Lochbillard, einem Klavier und dem lebensgroßen Führer-Bildnis.
Gaststätte Wilh. Bloch
Weiden b. Köln, Aachener Str. 130
Bes. Wilh. Bloch - Ruf Amt Frechen 405
Gr. u. kl. Säle _ Tankstelle
Haltestelle der Straßenbahn
Postkarte Originalfoto, gelaufen am 30.10.1939
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